Elementor Free vs. Pro: Was die kostenlose Version wirklich kann
Ein ehrlicher Blick für alle ohne Technik-Hintergrund: was die kostenlose Version wirklich schafft, wo sie aufhört, und meine klare Einschätzung, wann sich Pro lohnt und wann nicht.
Der Ansatz
Elementor ist der Page Builder, den die meisten WordPress-Einsteiger als Erstes ausprobieren, und die kostenlose Version wirkt auf den ersten Blick komplett: Plugin installieren, Seite per Drag-and-drop zusammenklicken, fertig. Bis du an eine Stelle kommst, an der ein Button ausgegraut ist und „Pro“ davorsteht. Genau an diesem Punkt landen die meisten Anfragen, die mich zu diesem Thema erreichen, und genau die Antwort will ich dir hier geben, ehrlich und ohne dir am Ende etwas andrehen zu wollen.
Kurz zu mir, damit du weißt, wen du hier liest: Ich bin Sinan, ich baue seit 2015 Websites und Onlineshops, als Ein-Personen-Agentur MADE IT aus Nürnberg. Elementor gehört nicht zu meinem eigenen Werkzeugkasten, ich arbeite mit Bricks. Das ist für diesen Vergleich kein Nachteil, eher das Gegenteil: Ich habe kein Interesse daran, dir Pro schönzureden oder Elementor schlechtzumachen, nur weil ich es selbst nicht nutze. Ich zeige dir einfach, was Free wirklich leistet, wo Pro anfängt und wann sich für dein Projekt vielleicht sogar eine ganz andere Lösung lohnt.
Was ist Elementor überhaupt?
Elementor ist ein Page Builder für WordPress, ein Plugin, mit dem du Seiten visuell zusammenklickst statt Code zu schreiben. Du ziehst Überschriften, Bilder, Buttons und Spalten auf die Fläche und siehst sofort, wie es aussieht. Das macht Elementor zu einem der meistinstallierten Plugins im gesamten WordPress-Verzeichnis, weil es Webdesign für Menschen ohne Programmierkenntnisse öffnet.
Dahinter steckt ein zweistufiges Modell. Die Grundversion lädst du kostenlos aus dem WordPress-Plugin-Verzeichnis herunter. Elementor Pro ist ein zweites, kostenpflichtiges Plugin, das auf der Free-Version aufsetzt und zusätzliche Funktionen freischaltet. Mich interessiert an dieser Stelle vor allem eine Frage: Wo genau verläuft die Grenze, und auf welcher Seite davon liegt dein Projekt?
Das kann Elementor Free wirklich
Free ist kein Lockangebot mit drei halbgaren Funktionen. Du bekommst einen vollständigen visuellen Editor mit soliden Basis-Widgets: Überschriften, Text, Bilder, Buttons, Videos, Icons, Spalten und Container. Damit baust du fertige Seiteninhalte, eine Startseite, eine Über-mich-Seite, eine schlichte Landingpage. Farben, Schriftgrößen und Abstände stellst du direkt am Element ein, ohne eine Zeile Code.
Auch die responsive Bearbeitung ist bereits enthalten: Du gestaltest Desktop, Tablet und Smartphone getrennt und kannst einzelne Elemente auf bestimmten Geräten ausblenden. Für ein Hobby-Projekt, eine kleine Vereinsseite oder einen ersten Prototyp reicht das ehrlich gesagt oft völlig aus. Übernimmt dein Theme Header und Footer, und willst du nur den Inhalt gestalten, kommst du mit Free überraschend weit.
Wo Elementor Free an ihre Grenzen stößt
Die größte Grenze trifft fast jeden früher oder später: den Theme Builder. Mit Free gestaltest du nur den Inhaltsbereich einzelner Seiten. Header, Footer, Blog-Templates oder die 404-Seite bleiben außen vor, dafür brauchst du Pro.
- Formular-Widget nur in Pro, für ein Kontaktformular brauchst du in Free ein separates Plugin.
- Popups sind komplett Pro-only.
- Dynamische Inhalte aus Custom Fields laufen ohne Pro nicht.
- Motion Effects und ein großer Teil der Widget-Bibliothek bleiben gesperrt.
Für den Einstieg ist Free trotzdem ein guter Ort. Aber sobald deine Website mehr können soll als ein paar statische Seiten, spürst du die Decke ziemlich schnell, und dann steht die Pro-Frage im Raum.
WooCommerce und Elementor: ohne Pro wird's zäh
Planst du einen Onlineshop mit WooCommerce, ist die Sache ziemlich klar. Die WooCommerce-Widgets, mit denen du Produktseiten, Shop-Archive und Checkout-Elemente frei gestaltest, gibt es nur in Pro. Mit der kostenlosen Version bleibt dein Shop beim Standard-Look deines Themes, und der sieht selten so aus, wie du dir deinen Shop vorstellst.
Mein ehrlicher Rat, wenn der Shop dein Kerngeschäft werden soll: Stell dir die Tool-Frage grundsätzlicher als nur Free gegen Pro. Wie ich einen Shop von Grund auf sauber aufsetze, habe ich unter Onlineshop erstellen lassen zusammengefasst.
Was Elementor Pro kostet, und was bei Ablauf passiert
Elementor Pro ist ein Jahres-Abo, gestaffelt nach Anzahl deiner Websites und nach Funktionsumfang. Konkrete Zahlen nenne ich hier bewusst nicht, die ändern sich immer wieder, die aktuell gültigen findest du direkt auf elementor.com. Wichtig für deine Planung: Es sind laufende Kosten, keine Einmalzahlung. Was eine Website insgesamt kostet, habe ich im Ratgeber Website-Kosten aufgeschlüsselt.
Und wenn das Abo ausläuft? Deine Seite bricht nicht zusammen, sie funktioniert weiter. Was du verlierst, sind Updates und Support. Ein Page Builder ohne Sicherheitsupdates ist auf Dauer ein Risiko, das ich niemandem empfehlen würde einfach laufen zu lassen. Willst du dich darum nicht selbst kümmern, mache ich das im Rahmen meiner WordPress-Wartung.
Für wen Free reicht, und wer zu Pro greifen sollte
Free reicht dir, wenn du eine einfache Website mit wenigen Seiten baust, dein Theme sich um Header und Footer kümmert, du kein eigenes Formular-Design brauchst und keinen Shop planst. Auch zum reinen Ausprobieren ist Free ideal, du lernst das Prinzip Page Builder kennen, ohne einen Cent auszugeben.
Pro brauchst du, sobald du die ganze Website selbst kontrollieren willst: eigener Header, eigener Footer, Formulare, Popups, dynamische Inhalte oder WooCommerce. Und ein ehrlicher Hinweis von mir: Rechne an diesem Punkt nicht nur das Abo mit, sondern auch deine eigene Zeit. Ein Theme Builder ist mächtig, und mächtig heißt eben auch: mehr Möglichkeiten, dich zu verzetteln.
Ladezeit: der Preis, den jeder Page Builder zahlt
Jeder Page Builder lädt zusätzliches CSS und JavaScript, Elementor ist da keine Ausnahme. Deine Seiten schleppen also mehr mit sich herum, als eigentlich nötig wäre, und das kostet Ladezeit. Elementor ist in den letzten Versionen spürbar schlanker geworden, aber an sauber handgeschriebenen Code kommt es nie ran. Warum Ladezeit auch für dein Google-Ranking zählt, erkläre ich in meinem Ratgeber Google-Ranking verbessern.
Zur Ehrlichkeit gehören für mich auch die Alternativen. Gutenberg, der in WordPress eingebaute Editor, ist kostenlos und schlank, dafür im Design deutlich eingeschränkter. Bricks, mein eigenes Werkzeug, erzeugt schlankeren Code und gibt mehr Kontrolle, verlangt dafür eine steilere Lernkurve und richtet sich eher an Profis. Den einen besten Builder gibt es nicht. Es gibt nur den, der zu deinem Projekt und deinen Fähigkeiten passt.
Die Add-on-Falle: wenn kostenlos plötzlich teuer wird
Einen Weg sehe ich immer wieder: Statt Pro zu kaufen, werden fehlende Funktionen mit kostenlosen Add-ons von Drittanbietern nachgerüstet, eins fürs Formular, eins für den Header, eins für zusätzliche Widgets. Klingt clever, hat aber einen Haken. Jedes Add-on bringt eigenes CSS und JavaScript mit, eigene Update-Zyklen und eigenes Konfliktpotenzial.
Am Ende ist eine Seite mit fünf solcher Add-ons oft langsamer und wartungsintensiver als eine mit sauber eingerichtetem Elementor Pro. Meine Empfehlung, falls du bei Elementor bleibst und mehr als die Basis-Funktionen brauchst: lieber einmal Pro als ein Flickenteppich, der dir in zwei Jahren um die Ohren fliegt.
Wann sich professionelle Hilfe lohnt
Selber bauen ist völlig in Ordnung, wenn du Zeit und Lust hast, Elementor macht dir den Einstieg leichter als fast jedes andere Tool. Aber sei ehrlich zu dir: Wenn deine Website Kunden bringen soll, ist der Page Builder das kleinste Problem. Struktur, Texte und Conversion-Optimierung entscheiden, ob aus Besuchern Anfragen werden, und genau daran scheitern die meisten Selbstbau-Projekte.
Ich baue Websites seit 2015, KI-gestützt und zum Festpreis, du weißt also vorher, was es kostet. Willst du nicht wochenlang selbst basteln, schau dir an, wie ich beim Website erstellen lassen vorgehe. Und falls du schon eine Elementor-Seite hast, die irgendwo hakt: Als WordPress-Agentur übernehme ich auch bestehende Projekte, egal mit welchem Builder sie gebaut wurden.
FAQ
Kostet Elementor Free wirklich gar nichts?
Ja, dauerhaft und ohne versteckte Kosten. Im Editor wirst du trotzdem ständig an Pro erinnert, gesperrte Widgets bleiben sichtbar, lassen sich aber nicht anklicken. Das ist kein Zufall, Free ist für Elementor auch ein Verkaufskanal für Pro, und das sage ich dir lieber gleich, als dass du dich später wunderst.
Reicht Elementor Free für eine komplette Website?
Teilweise. Die Inhalte deiner einzelnen Seiten gestaltest du komplett mit Free. Header, Footer, Blog-Templates und die 404-Seite aber nicht, dafür brauchst du entweder ein Theme, das diese Bereiche gut löst, oder Elementor Pro mit dem Theme Builder.
Was kostet Elementor Pro im Jahr?
Es ist ein Jahres-Abo, gestaffelt nach Anzahl der Websites und Funktionsumfang. Ich nenne hier bewusst keine Zahlen, die Preise ändert Elementor immer wieder, verlässlich sind nur die aktuellen Angaben direkt auf elementor.com. Plane es als laufende Kosten ein, nicht als einmalige Ausgabe.
Wird meine Website durch Elementor langsamer?
Elementor lädt mehr CSS und JavaScript, als eine handgebaute Seite bräuchte, und das kostet Ladezeit. Mit gutem Hosting, Caching und optimierten Bildern bekommst du trotzdem ordentliche Werte hin. Schlanker geht es nur mit Gutenberg oder einem Tool wie Bricks, dafür ist dort der Einstieg weniger komfortabel.
Kann ich von Free auf Pro wechseln, ohne von vorn anzufangen?
Ja, problemlos. Pro ist ein Zusatz-Plugin, das auf Free aufbaut, deine bestehenden Seiten und Inhalte bleiben unangetastet. Du installierst Pro dazu und schaltest damit die zusätzlichen Funktionen frei, mehr braucht es nicht.
Was passiert, wenn mein Elementor-Pro-Abo ausläuft?
Deine Website bleibt online, auch die Pro-Funktionen laufen erst mal weiter. Was fehlt, sind Updates und Support. Ohne Sicherheitsupdates wird das mit der Zeit zum echten Risiko, ich würde das Abo entweder verlängern oder mittelfristig umbauen, statt es einfach auslaufen zu lassen.
Elementor oder lieber Gutenberg?
Für einfache Seiten und Blogs reicht Gutenberg oft aus, kostenlos, schlank, direkt in WordPress eingebaut. Elementor lohnt sich, wenn dir mehr Designfreiheit ohne Code wichtig ist. Für komplexe, performancekritische Projekte arbeite ich selbst lieber mit Bricks, das sage ich dir ehrlich, auch wenn es hier nicht um mein eigenes Tool geht.
Brauche ich Elementor Pro, wenn ich einen Onlineshop plane?
Willst du deinen WooCommerce-Shop optisch frei gestalten, praktisch ja, die WooCommerce-Widgets für Produktseiten und Shop-Archive gibt es nur in Pro. Ob WooCommerce für dein Vorhaben überhaupt die richtige Basis ist, würde ich vorher klären, das hängt stark von deinem Geschäftsmodell ab.