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Ratgeber · Website-Relaunch

Website-Relaunch-Checkliste: Schritt für Schritt sicher zum Go-live

Diese Checkliste führt dich durch Ziele, Inhalte, Design, Technik und vor allem SEO: geschrieben aus Projekten, in denen genau das schiefgegangen ist, was hier vermieden werden soll.

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Der Ansatz

Eine gute Website-Relaunch-Checkliste entscheidet oft mehr über den Erfolg deines Projekts als das neue Design. Ich sage das, weil ich es andersherum schon zu oft erlebt habe: ein Relaunch, der optisch top aussieht, und in den ersten Wochen danach still und leise Google-Rankings verliert, die über Jahre gewachsen sind. Die größten Risiken liegen nämlich nicht im Sichtbaren, sondern in dem, was beim Go-live schnell vergessen wird: fehlende Weiterleitungen, gestrichene Inhalte, eine Seite, die für Suchmaschinen gesperrt bleibt, obwohl sie längst live ist. Diese Checkliste führt dich durch alle Phasen, von der Zieldefinition bis zur Nachkontrolle Wochen später.

Ich bin Sinan, ich betreibe seit 2015 die Ein-Personen-Agentur MADE IT in Nürnberg, und ich habe in der Zeit einige Relaunches begleitet, und ein paar missglückte hinterher wieder repariert. Deshalb ist mir eine Sache besonders wichtig, und deshalb steht sie in dieser Checkliste nicht erst ganz am Schluss: SEO gehört von der ersten Planungsstunde an mit an den Tisch, nicht als Punkt kurz vor dem Go-live. Arbeite die Schritte der Reihe nach durch. Das kostet am Anfang etwas Geduld, spart dir am Ende aber Rankings, Besucher und Nerven.

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Schritt 1: Ziele klären, dann Bestand aufnehmen

Bevor irgendjemand über Farben oder eine neue Startseiten-Animation spricht, kläre ich immer zuerst das Warum. „Die alte Seite sieht nicht mehr zeitgemäß aus“ ist für mich kein Ziel. Mehr qualifizierte Anfragen, bessere Auffindbarkeit bei Google, ein Auftritt, der zu deiner heutigen Positionierung passt: das sind Ziele, an denen sich der Erfolg später tatsächlich messen lässt. Schreib sie auf, priorisiere sie, und miss jede spätere Entscheidung bei Design, Struktur und Technik an genau dieser Liste.

Danach kommt die Bestandsaufnahme, unspektakulär, aber entscheidend: Welche Seiten gibt es überhaupt, welche ranken bei Google, welche bringen wirklich Besucher und Anfragen? Die Google Search Console zeigt dir, über welche Suchbegriffe und Seiten Menschen zu dir finden. Exportiere eine vollständige Liste aller URLs deiner alten Website.

Diese Liste brauchst du in Schritt 4 noch einmal: sie wird zur Grundlage deines Redirect-Konzepts.

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Schritt 2: Inhalte sichten, ausmisten, neu ordnen

Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit für ein ehrliches Content-Audit. Ich gehe dafür jede Seite einzeln durch und entscheide: behalten, überarbeiten oder streichen. Seiten, die ranken und Anfragen bringen, fasse ich nur vorsichtig an.

Veraltete oder doppelte Inhalte fliegen raus oder werden zusammengelegt. Nur eine Regel gilt bei mir ausnahmslos: Nichts, was Rankings oder Backlinks hat, verschwindet ersatzlos: es bekommt eine Weiterleitung auf eine passende neue Seite.

Auf Basis des Audits entsteht die neue Seitenstruktur, am besten orientiert an einer kurzen Keyword-Recherche, an dem, wonach deine Zielgruppe tatsächlich sucht, nicht an deinem internen Organigramm. Und mein Rat aus über zehn Jahren Praxis: Schreib die Texte, bevor das Design final ist. Wenn Inhalte erst am Ende in fertige Layouts gepresst werden, entstehen genau die Platzhalter-Seiten, die nie fertig werden und dem Go-live-Termin hinterherlaufen.

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Schritt 3: Design und Technik ohne Altlasten

Das neue Design soll nicht nur schöner sein, es soll besser funktionieren: klare Nutzerführung, sichtbare Handlungsaufforderungen, ordentlich lesbare Typografie, zuerst gedacht fürs Smartphone, weil dort ein großer Teil der Besuche stattfindet. Barrierefreiheit gehört von Anfang an mit ins Konzept, nicht als Nachtrag: ausreichende Kontraste, Tastaturbedienbarkeit, Alternativtexte. Nachträglich einzubauen ist das immer teurer, als es gleich richtig zu machen.

Technisch stellt sich die Systemfrage: beim bisherigen CMS bleiben oder den Relaunch für einen Wechsel nutzen? Für viele Unternehmensseiten ist WordPress für mich die solide Wahl: flexibel, gut erweiterbar, ohne Vendor-Lock-in. Was dabei zu beachten ist, liest du auf meiner Seite zur WordPress-Agentur.

Unabhängig vom System gilt: Die neue Seite entsteht auf einer für Suchmaschinen gesperrten Staging-Umgebung, und Ladezeit samt Core Web Vitals sind von Beginn an Qualitätskriterium, kein Nice-to-have am Schluss.

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Schritt 4: Die Redirect-Checkliste für deinen Website-Relaunch

Dieser Abschnitt ist für mich der wichtigste der ganzen Checkliste. Wenn sich beim Relaunch URLs ändern (und das tun sie fast immer), muss jede alte URL per 301-Redirect dauerhaft auf ihre neue Entsprechung weiterleiten. Nur so übertragen sich Rankings und die Wirkung eingehender Links auf die neue Seite. Ohne dieses Konzept landen Besucher und Google auf Fehlerseiten, und mühsam aufgebaute Sichtbarkeit ist innerhalb weniger Wochen weg.

  • URL-Mapping erstellen: eine Tabelle mit jeder alten URL und ihrem neuen Ziel: Grundlage ist die URL-Liste aus Schritt 1.
  • 301 statt 302: nur die permanente Weiterleitung sagt Google, dass die neue URL die alte dauerhaft ersetzt.
  • Passende Ziele wählen: jede alte Seite leitet auf die inhaltlich nächstliegende neue Seite, nicht pauschal auf die Startseite.
  • Ketten vermeiden: Weiterleitungen über mehrere Stationen kosten Ladezeit und verwässern Signale.
  • Meta-Daten mitnehmen: bewährte Seitentitel und Beschreibungen übernehmen oder gezielt verbessern, nicht vom CMS neu generieren lassen.

Dazu kommen: interne Links auf die neuen URLs umstellen, statt sie durch Redirects laufen zu lassen, eine aktuelle XML-Sitemap vorbereiten und strukturierte Daten prüfen. Wie du danach systematisch an deiner Sichtbarkeit weiterarbeitest, zeigt dir mein Ratgeber Google-Ranking verbessern.

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Schritt 5: Die Test-Checkliste für deinen Website-Relaunch

Vor dem Go-live prüfe ich die neue Seite auf der Staging-Umgebung systematisch, mit einer echten Liste, nicht mit „einmal draufklicken“. Diese Punkte gehören für mich mindestens dazu:

  • Redirects testen: Stichproben aus dem URL-Mapping aufrufen: landen alle alten URLs auf der richtigen neuen Seite?
  • Formulare prüfen: Kontakt- und Anfrageformulare wirklich absenden und kontrollieren, ob die Nachrichten ankommen.
  • Mobile Darstellung: die wichtigsten Seiten auf echten Smartphones durchgehen, nicht nur im verkleinerten Browserfenster.
  • Ladezeit messen: Core Web Vitals mit PageSpeed Insights prüfen, große Bilder und ungenutzte Skripte aufräumen.
  • 404-Seite einrichten: eine hilfreiche Fehlerseite mit Suchfunktion oder Links zu den wichtigsten Seiten.
  • Tracking und Consent: Analytics, Conversion-Ziele und Cookie-Banner auf der neuen Seite testen, datenschutzkonform.
  • SSL und technische Basics: Zertifikat, korrekte Weiterleitung von http auf https und von der www- auf die Nicht-www-Variante.
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Schritt 6: Go-live und die ersten Wochen danach

Leg den Go-live auf einen Tag, an dem du auch reagieren kannst, wenn etwas schiefgeht: Wochenanfang, nicht Freitagabend. Direkt nach der Umstellung kommt der wichtigste Handgriff des ganzen Projekts: die Suchmaschinen-Freigabe prüfen. Der „noindex“-Schutz der Staging-Umgebung muss weg sein, die robots.txt darf nichts Wichtiges blockieren. Dieser vergessene Haken ist einer der häufigsten und teuersten Relaunch-Fehler, die ich kenne.

Danach reichst du die neue XML-Sitemap in der Google Search Console ein und beobachtest in den folgenden Wochen Crawling-Fehler, 404-Meldungen und deine Rankings. Leichte Schwankungen sind normal, weil Google die neue Struktur erst verarbeiten muss, dauerhaft fallende Kurven dagegen nicht, denen gehe ich sofort nach.

Ein Relaunch ist am Go-live-Tag nicht fertig. Wenn du dir die Nachbetreuung nicht allein zutraust: Ich übernehme das als Website-Relaunch-Agentur von der Planung bis zur Kontrolle nach dem Go-live.

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Die Fehler, die ich in Relaunch-Projekten am häufigsten sehe

Fast jede Relaunch-Katastrophe, die mir in über zehn Jahren begegnet ist, geht auf eine kurze Liste immer gleicher Fehler zurück:

  • Kein Redirect-Konzept: der Klassiker. Alte URLs laufen ins Leere, Rankings und Backlink-Wirkung gehen verloren. Gegenmittel: das URL-Mapping aus Schritt 4, vor dem Go-live, nicht danach.
  • „noindex“ vergessen zu entfernen: die neue Seite ist live, aber für Google unsichtbar. Gegenmittel: fester Punkt auf der Go-live-Checkliste plus Kontrolle in der Search Console.
  • Relaunch als reines Designprojekt: monatelang wird über Optik diskutiert, während für Inhalte und SEO niemand zuständig ist. Gegenmittel: Ziele, Content und Redirects von Anfang an gleichberechtigt planen.
  • Inhalte ersatzlos löschen: Seiten mit Rankings verschwinden, weil sie „nicht mehr ins Konzept passen“. Gegenmittel: Content-Audit mit Blick auf die Search-Console-Daten, bevor gelöscht wird.
  • Kein Backup, kein Plan B: geht beim Go-live etwas schief, muss die alte Seite schnell wiederherstellbar sein. Gegenmittel: ein vollständiges Backup und ein klarer Rollback-Plan vor der Umstellung.
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Passend weiterlesen

Wenn du tiefer in einzelne Themen einsteigen willst: Wie du nach dem Relaunch weiter an deiner Sichtbarkeit arbeitest, steht in meinem Ratgeber Google-Ranking verbessern. Für die technische Basis lohnt ein Blick auf meine Seite zur WordPress-Agentur. Und wenn du den ganzen Relaunch lieber in erfahrene Hände geben willst: Alles zu meiner Website-Relaunch-Agentur findest du dort.

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FAQ

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Kommt auf den Umfang an, ehrlich gesagt. Eine kompakte Unternehmensseite schaffe ich in wenigen Wochen, größere Projekte mit viel Content, Keyword-Recherche und einem sauberen Redirect-Konzept brauchen eher einige Monate. Am meisten Zeit frisst in meiner Erfahrung nicht Design oder Technik, sondern die Textarbeit und die Abstimmungsschleifen dazu. Plane die realistisch ein.

Verliere ich beim Relaunch meine Rankings bei Google?

Nicht, wenn du es richtig machst. Entscheidend ist ein vollständiges 301-Redirect-Konzept, das jede alte URL auf die passende neue Seite weiterleitet, plus bewährte Inhalte und Meta-Daten, die du übernimmst statt neu zu erfinden. Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, weil Google die neue Struktur erst verarbeiten muss. Dauerhafte Verluste entstehen so gut wie immer durch fehlende Weiterleitungen oder gelöschte Inhalte.

Was genau macht ein 301-Redirect, und warum ist er so wichtig?

Ein 301-Redirect ist eine dauerhafte Weiterleitung: Wer die alte URL aufruft, landet automatisch auf der neuen Adresse. Für Google ist das ein klares Signal, dass die neue URL die alte für immer ersetzt: Rankings und die Wirkung eingehender Links werden übertragen. Ohne 301-Redirects laufen alte URLs ins Leere, Besucher sehen Fehlerseiten, und die Sichtbarkeit bricht ein.

In welcher Reihenfolge sollte ein Website-Relaunch ablaufen?

So, wie ich es oben beschrieben habe: erst Ziele und Bestandsaufnahme, dann Content-Audit und neue Struktur, danach Design und technische Umsetzung auf einer Staging-Umgebung, parallel dazu das Redirect-Konzept, anschließend gründliches Testen und zum Schluss der Go-live mit Nachkontrolle. Wichtig ist mir dabei vor allem eins: SEO von Anfang an mitdenken, nicht erst kurz vor der Umstellung.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Das kann ich seriös nur nach einem Blick auf dein konkretes Projekt beantworten. Der Aufwand hängt stark von Seitenanzahl, Inhalten, Funktionen und dem Zustand der alten Website ab. Ein Relaunch mit Content-Überarbeitung und sauberem Redirect-Konzept kostet mehr als ein reiner Designwechsel, zahlt sich aber aus, weil er Rankings sichert statt sie zu riskieren. Am besten holst du dir ein konkretes Angebot auf Basis deiner Anforderungen ein.

Kann ich den Relaunch auch für einen Domainwechsel nutzen?

Ja, aber ein Domainwechsel erhöht das Risiko zusätzlich und sollte nur passieren, wenn es dafür einen guten Grund gibt, etwa eine Umfirmierung. Dann brauchst du neben den 301-Redirects auch die Adressänderung in der Google Search Console und solltest die alte Domain langfristig behalten und weiterleiten. Wenn möglich, trenne ich Domainwechsel und Relaunch zeitlich, damit sich Effekte später zuordnen lassen.

Was muss nach dem Go-live noch passieren?

Direkt nach der Umstellung prüfe ich, ob die Seite für Suchmaschinen freigegeben ist, reiche die neue Sitemap in der Search Console ein und teste die wichtigsten Redirects und Formulare live. In den folgenden Wochen behalte ich Crawling-Fehler, 404-Meldungen und die Rankings im Blick. Tauchen Fehlerseiten mit relevantem Traffic auf, ergänze ich fehlende Weiterleitungen zügig.